Widerstand gegen Corona-Massnahmen wächst


Seit einigen Wochen scheint sich der Unmut der in der Bevölkerung über die massiven Einschränkungen seitens des Bundes von den sozialen Medien immer mehr auf die Strasse zu verlagern. Auf verschiedenen Kanälen der sozialen Medien wurde aktiv zur Mahnwache aufgerufen. [dr]


Am vergangenen Samstag traten in verschiedenen Schweizer Städten trotz bundesrätlich verordnetem Versammlungsverbot Menschen aus ihren Häusern, um ihre verfassungsmässig verankerten Grundrechte einzufordern. Während die einen dies ganz ohne Nebengeräusche taten, machten andere ihrem Ärger lautstark oder mit Plakaten Luft. Deshalb fanden die Willensbekundungen aus der Bevölkerung leider nicht mehr indivuell, sondern in Form von Versammlungen statt. Dies gab den Behörden die Handhabe, im Zuge der Verordnungen des Bundes gegen die Menschen vorzugehen, indem sie dazu aufforderten, die Örtlichkeiten zu verlassen. Weil viele DemonstrantInnen kein Einsehen hatten, gab es viele Verzeigungen und in Einzelfällen sogar Festnahmen. Alles in allem verliefen die Versammlungen jedoch friedlich, nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil auch viele Familien mit Kindern anwesend waren. Den Aussagen der Polizei zufolge war dies der Grund, die Versammlungen nicht gewaltsam aufzulösen.


Aufgrund der momentanen Entwicklung stellt sich die Frage, wie es weiter geht. Viele der Menschen, welche mit den Massnahmen des Bundes nicht einverstanden sind, wollen auch an den kommenden Wochenenden wieder auf die Strasse. Der mutmassliche Urheber Alec Gagneux sagte auf Anfrage: "Es ist klar, dass wir solange auf die Strasse gehen werden, solange der Bundesrat das Land diktiert."


Vorschlag zur Güte

Solange die notrechtliche Verordnung in Kraft ist, bleiben die Grundrechte von Schweizer BürgerInnen stark begrenzt. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnungen haben strafrechtliche Konsequenzen, Wer zu Versammlungen und/oder Demonstrationen aufruft, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder einer Geldbusse bestraft. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, seine Meinung auch in den kommenden Tagen und Wochen kund zu tun. Wichtig ist dabei lediglich, dies autonom und nicht im Verbund mit anderen Menschen zu tun. Hier ein paar Vorschläge unsererseits:


  1. Meidet Orte, für welche Kundgebungen angekündigt wurden und begebt euch alleine oder in Gruppen bis maximal 5 Personen möglichst weit weg von diesen neuralgischen Punkten. Damit sich niemand einsam fühlt, haben wir uns etwas ganz besonderes einfallen lassen. Weitere Infos dazu folgen demnächst in unserer Facebook Gruppe.

  2. Fordert niemanden auf, sich euch anzuschliessen, sondern verkündet - am besten mit einem Plakat - eure Botschaft oder euer Anliegen.

  3. Lasst euch ein T-Shirt oder eine Tasche mit einer aussagekräftigen Botschaft drucken und tragt es, wenn ihr nach draussen, zum Beispiel zum Einkauf geht. So könnt ihr frei von Sanktionen auf euer Anliegen aufmerksam machen.




Das Allerwichtigste jedoch ist dies:

Lasst euch nicht daran hindern, für eure Überzeugungen einzustehen. Seid ermutigt, wenn ihr als Verschwörungstheoretiker oder Spinner diffamiert werdet. Lasst uns im Geiste zusammen stehen, damit wir gemeinsam stärker und widerstandsfähiger werden.

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